| Ein Großteil der Arbeit im Institut hat direkt oder indirekt
mit Pythagoras und seinem Wirken zu tun. Eine Ölzeichnung, wie man
sich Pythagoras als Lehrer vorstellen kann steht auf jeder Seite links
oben. Für alle, die noch nicht so viel von ihm wissen oder etwas aus
anderem Blickwinkel lesen möchten, habe ich hier ein paar Daten zusammen
getragen.
Weitere Hinweise lassen sich in der Literaturrubrik finden. dort gibt
es ein eigenes Kapitel mit Büchern zu / über Pythagoras. Hauptsächlich
durch das Wirken Hans Kaysers ist heute eine neue Wissenschaft entstanden
- die Harmonik. In ihr vereinigen sich viele Ansätze zu Pythagoras'
Aussage, daß das Wesen des Universums die Harmonie ist. Einen Artikel
als Einführung kannst Du unter dem Bereich Heilige Geometrie sehen.
Eine kurze Lebensskizze könnte in etwa so aussehen:
Pythagoras lebte vor ca. 2.500 Jahren. Leider sind von ihm keine direkten
Quellen überliefert. Als Lebensdaten werden meistens 570 bis 500 v.
Chr. angegeben. Als Geburtsort gilt Samos, wie der Name gelegentlich genannt
wird. Sein Vater gilt als Gemmenschneider, wohl so etwas wie ein Steinschneider.
Woher der Impuls der Suche nach Weisheit kommt, ist nicht überliefert.
Es heißt, dass er für 22 Jahre nach Ägypten gegangen ist,
um sich in die dortigen Mysterien einweihen zu lassen. Teil der dortigen
Unterweisungen war das Wissen um die Heilige Geometrie, die Weisheit der
Zahlen etc.. Man sagt, er habe sich bei vielen Lehrern in deren Wissen
unterweisen lassen. Verschiedene Quellen erzählen, dass er bis nach
Indien oder Tibet gereist ist.
Nach der Rückkehr von seinen Reisen hat er sich zuerst in Unteritalien niedergelassen, um dort zu unterrichten. Es entstand die Schule der Pythagoräer.
Da dieser Bund sich vorbehielt, eine Auswahl zu treffen, wer eintreten
darf, gab es im Laufe der Zeit Streitereien mit dem ansässigen Adel.
Irgendwie davon angezettelt, kam es zu einem Aufstand gegen die Pythagoräer.
Dabei sollen viele Schüler von ihm ums Leben gekommen sein. Eine
zweite Spur führt noch nach Metapont, auch in Italien.
Legenden
Ein eigener Teil für sich sind die unzähligen Legenden, die sich um ihn und seine Leben bzw. Inkarnationen ranken. Sehr auffällig sind Schilderungen, die ihn als jungfräulich empfangen beschreiben, wohl ein Hinweis auf seine angenommene Göttlichkeit. Gerne zitiert wird auch die Aussage von Jamblichos, dass er seinen Jüngern verbot, Bohnen zu essen. In mathematischen Büchern wird diese Stelle gerne als Beweis genommen, zu zeigen wie abwegig seine ganzen mythischen Lehren gewesen sein sollen. Ich sehe dort eher einen Hinweis auf Fehlinterpretationen und Überlieferungsverluste.
Lehren
Was wird ihm an Erfindungen und Philosophien zugeschrieben? Wo können
wir heute noch seine Weisheit sehen?
o Der Begriff Philosophie selber. Während alle anderen sich als
Weise oder Wissende bezeichneten, nannte er sich eher bescheiden Freund
der Weisheit (Philo der Freund und sophos die Weisheit)
o Pythagoras hat mit Hilfe des Monochords Untersuchungen über die
Struktur des Klanges und der Musik angestellt. Somit war er einer der ersten,
die eine Sinnesempfindung (hier den Ton) mit Experimenten untersucht und
gemessen haben.
o Pythagoras soll gesagt haben, dass das Wesen des Universums die Zahl
ist, manchmal auch mit Harmonie übersetzt.
o Die Reinkarnationslehre wird Pythagoras zu geschrieben. Er selber
soll von seinen früheren Leben erzählt haben.
o Eng verbunden mit dem Glauben an die Wiedergeburt, war auch die vegetarische
Ernährung. Da er sich auch vorstellen konnte als Tier gelebt zu haben,
weigerte er sich Fleisch zu essen, bzw. Tiere deswegen zu töten.
Bücher über Pythagoras
Wie oben bereits erwähnt, ist die Quellenlage mehr als dürftig.
Die hauptsächliche Überlieferung stammt von Jamblichos. Es ist
wahrscheinlich nicht in Deinem Interesse, alte griechische Texte zu studieren.
Insofern müsstest Du auf andere Werk zurückgreifen. Ein sehr
gutes Buch, welches allerdings im Moment vergriffen ist, ist "Pythagoras-Weisheitslehrer
des Abendlandes" von Inge von Wedemeyer. Darin kommen verschiedene Autoren
zu Wort, die sich auf die eine oder andere Art mit Pythagoras befasst haben.
Vor allem ohne große Wertung. Eventuell findest Du es in einer örtlichen
Bibliothek oder Du schaust unter www.zvab.com nach. Dort werden antiquarische
Bücher gehandelt, wo ich auch mein Exemplar her habe. Ein weiteres
gutes Buch ist "Die großen Eingeweihten" von Edouard Schure. Wie
der Titel schon sagt beschäftigt es sich etwas mehr mit der mystischen
Seite von Pythagoras und anderen. Du kannst aber dort einen guten Eindruck
von den Vorgängen der Einweihung und dem Leben im alten Griechenland
finden. Eine weitere Pythagoras Biographie wurde von E. Baltzer geschrieben.
Diese allerdings habe ich noch nicht gelesen. Wenn du etwas mehr über
die geometrischen und philosophischen Lehren wissen willst, die Pythagoras
zugeschrieben werden, ist auf jeden Fall der Dialog "Timaios" von Platon
zu empfehlen. Ein anderes Buch sind die Elemente von Euklid. Dieses Buch
ist so fundiert geschrieben, dass es bis vor 50 Jahren in manchen Gegenden
noch als Schulbuch genutzt wurde. Teile daraus werden direkt oder indirekt
Pythagoras zugeschrieben. Am bekanntesten ist er hier in Europa durch den
sogenannten Satz des Pythagoras. Obwohl es keinen direkten Nachweis gibt,
dass dieser wirklich von ihm stammt. Es gibt auch alte chinesische Darstellungen
mit einer Ähnlichen Symbolik.
Pythagoras - Mögliche Herkunft des Namens
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