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Die Platonischen Körper

Die Platonischen Körper werden von Plato in seinem Dialog Timaios zuerst erwähnt. Trotzdem sind sie schon immer bekannt gewesen. Im Ashmolean Museum of Oxford, England, liegen diese Körper aus Stein mit einem geschätzten Alter von über 10.000 Jahren. Die Platonischen Körper sind die in unserer dreidimensionalen Welt einzig möglichen Figuren mit folgenden Kennzeichen:

- Alle Kanten eines Körpers haben die gleiche Länge
- Alle Seiten eines Körpers haben die gleiche regelmäßige Fläche.
- Alle Flächenwinkel in einer Ecke sind gleich groß.

Diese Körper entwickeln sich direkt aus der Blume des Lebens. Zum Beispiel zeigt die Zeichnung des zweiten Schöpfungstages den Gundriß, der erforderlich ist, um ein Tetraeder zu bauen. Plato ordnete jedem Körper eines der fünf Elemente zu. Als sechstes Element läßt sich noch die Leere oder das Nichts hinzunehmen. Und mit dem Körper, der diesem Element zugeordnet ist, dem perfekt weiblichen und runden Körper wollen wir beginnen:

Die Kugel

Die Kugel ist die perfekte weibliche Form. Absolut rund, ohne eine Ecke. Die Kugel ist die zweite Form, die Geist am Anfang in der großen Leere durch Rotation des Oktaeders in alle Raumrichtungen geschaffen hat. Als Element ist ihr die Leere, das Nichts zugeordnet. Die Kugel ist ebenfalls die Grundform der meisten Himmelskörper.
 
 
 
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Der Würfel

Der Würfel ist neben der Kugel der einzige Körper, in den sich die anderen Platonischen Körper symmetrisch einbeschreiben lassen. Er besitzt 6 Flächen, 12 Kanten und 8 Ecken. Jede Fläche ist ein Quadrat. Durch seine Form, die eine hohe Stabilität auszeichnet, ist er der ideale Boden oder Sockel. In der Kristallwelt findet man zum Beispiel das Steinsalz in der Form des Würfels. Unsere Häuser sind meist auf der rechteckigen Grundform aufgebaut. Der Würfel ist die Urform des Materiellen. Er ist dem Element Erde zugeordnet.
In vielen religiösen Darstellungen wird der Thron immer als Kubus dargestellt.
 

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Das Tetraeder

Das Tetraeder ist der Körper mit den spitzesten Ecken. Es besteht aus vier gleichseitigen Dreiecken. Diese werden zu vier Ecken und 6 Kanten zusammengeführt. Durch seine stachlige Form ist es ein Symbol für die Strahlkraft der Wärme und des Feuers. Dadurch wird leicht klar, warum Plato diesen Körper dem Element Feuer zuordnete.
 
 

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Das Oktaeder

Das Oktaeder ist der Körper mit 6 Ecken, 8 Flächen und 12 Kanten. Es besteht aus gleichseitigen Dreiecken. Er ist zu dem Hexaeder ( Würfel ) polar. Seine Winkel wirken weniger spitz gegenüber denen des Tetraeders. Gegenüber dem Würfel ist er weniger geeignet fest auf dem Boden zu liegen. Hält man es aufrecht in der Hand, so scheint es förmlich zu schweben. Plato hat es deswegen dem Element Luft zugeordnet. Seine sechs Ecken entsprechen den 4 Himmelsrichtungen sowie den beiden zusätzlichen Raumrichtungen Oben und Unten.

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Das Ikosaeder

Das Ikosaeder, der Zwanzigflächner, besteht aus 30 Kanten, 20 Flächen und 12 Ecken. Von allen Körpern, die aus gleichseitigen Dreiecken bestehen, ist es dasjenige, welches sich der Kugelform am ehesten annähert. Flüssigkeiten, auf die keine Äußeren Kräfte wirken, streben immer die Kugelform an. Blickt man senkrecht auf eine seiner Flächen, so erkennt man seinen sechseckigen Umriß. Dort zeigt sich eine gewisse Tendenz des Wassers zu sechseckigen Schneeflocken. Deshalb wird es dem Element Wasser zugeordnet.
 

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Das Dodekaeder

Von allen Körpern wurde das Dodekaeder von alters her als der Vollkommenste betrachtet. Er besteht aus 12 Flächen, 20 Ecken und 30 Kanten. Seine Seitenflächen sind Fünfecke ( Pentagone ), die von dem Maß des Goldenen Schnittes regelrecht durchdrungen sind. In der Schule des Pythagoras war es verboten, über diesen heiligen Körper zu sprechen. Trotzdem enthielt nach der Legende das Symbol seiner Schule ein Pentagon.  Plato ordnete diesen Körper wohl auch wegen seiner Ästhetik dem Ätherelement zu. Auch kann man von ihm Verbindungenzur Zwölfzahl herstellen. Den 12 Monaten, Tierkreiszeichen, Stunden, Aposteln, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
 

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Die Polaren Körper

Von den fünf platonischen Körpern sind immer zwei polar zueinander. Das heißt, daß die Ecken des einen Körpers immer genau in dem Flächenmittelpunkt des anderen Körpers treffen. Dadurch lassen sich die Körper auch gegenseitig so durchdringen, daß sich die Kanten zweier polarer Körper in ihren Mitten rechtwinklig kreuzen. Die Paare bestehen aus Ikosaeder und Dodekaeder und Oktaeder und Hexaeder (Würfel).
Das Tetraeder ist zu sich selbst polar.
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Ikosaeder und Dodekaeder

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Hexaeder und Oktaeder

Schneidet man von diesem Körper die dreieckigen ( grün ) und die viereckigen ( gelb )  Pyramiden ab, so erhält man den Kuboktaeder. Dieser Körper besitzt einige sehr interessante Eigenschaften, weshalb der amerikanische Architekt Buckminster Fuller ihn auch Vektorequilibrium nannte.

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Das selbstpolare Tetraeder

Als einziger Körper hat das Tetraeder keinen Partner, es ist zu sich selbst polar. Durchdringen sich zwei Tetraeder so wird ein Sterntetraeder oder besser Sternoktaeder gebildet. Den Kern dieses Körpers, die Schnittmenge der beiden Tetraeder gewissermaßen, bildet ein Oktaeder.
Dieser Körper ist die Grundlage der Mer-Ka-Ba um den menschlichen Körper.
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